LANDKREIS GANDERKESEE 2 41b5d066 6bf4 4c0f 949e dddc940a2df2 U1201084530045u3H 600x337NWZ Online „Kannst du ihr das noch mal auf Englisch erklären, bitte?“ Adriana Osmanaj (15) blickt zu ihrer „Lehrerkollegin“ Sharina Daniel (15). Die beiden Schülerinnen der Klasse 9b der Oberschule an der Ellerbäke unterrichten mit drei anderen Mitschülern einmal in der Woche Flüchtlingskinder in Mathematik. Dabei haben sie auch mit Sprachbarrieren zu kämpfen, aber da findet sich immer eine Lösung.

In Selbstorganisation

„Ich kann ihr das auch auf Arabisch erklären“, schaltet sich die zwölfjährige Layan ein. Ein paar Minuten zuvor stand sie selbst an der Tafel. Kursbuch führen, Hausaufgaben kontrollieren und kleine Tests anfertigen, schreiben lassen und korrigieren: Viel unterscheidet den Unterricht der Neuntklässler, neben Sharina und Adriana gehören auch die beiden 15-jährigen Maximilian Grünefeld und Kilian Nowotny sowie Santana Fiedler (16) zum Team, nicht von dem ganz normalen Matheunterricht. Aber: „Die Schüler organisieren fast alles selbst, ich stehe quasi nur beratend zur Seite“, erklärt Mathelehrer Frank Greve. Greve und ein Kollege hatten die Idee für diese besondere AG. „Manche Kinder haben noch Probleme mit den Grundrechenarten, das können wir im normalen Unterricht nicht aufholen“, so der Mathelehrer. Deswegen habe man überlegt, wie man die Flüchtlingskinder gezielt unterstützen könne.

„Wir waren auch sofort begeistert und machen es gerne“, so Sharina Daniel. Damit, vor einer Klasse zu stehen, hätten sie und ihre Mitschüler gar nicht so das Problem: „Das kennen wir ja von Referaten und Vorträgen.“ Aber die ganze Organisation, das sei schon interessant und auch aufregend. Gewinnbringend sei die Aktion für beide Seiten. Die Flüchtlingskinder könnten von Gleichaltrigen lernen und die Neuntklässler würden durch ihre Rolle als „Lehrer“ ebenfalls profitieren, so Frank Greve. Immer dienstags findet die AG statt – in zwei Gruppen: für Anfänger und Fortgeschrittene.

Schüler sind begeistert

Und wie sehen die Schüler der Schüler das? „Ich finde das sehr gut“, so Layan im Gespräch mit der NWZ, während ihre Mitschüler schon über dem Arbeitsheft brüten. „Ich habe die ganzen Aufgaben schon zuhause gemacht, hab aber mein Buch vergessen. Jetzt muss ich alles noch mal machen.“ Manche Probleme sind bei allen Schülern halt gleich.

Auch wenn das Konzept der schulinternen „Nachhilfe“ von Schülern für Schüler nicht neu sein mag, neben dem Engagement der Neuntklässler gibt es an der Oberschule an der Ellerbäke noch eine Besonderheit: „Die unterrichtenden Schüler haben einen Vertrag mit der Gemeinde“, so Lehrer Greve. „Dieser gilt noch bis Mitte Juni“, bestätigt Gemeindesprecher Hauke Gruhn. Die Schüler hätten mit der Gemeinde, speziell mit der Gemeindejugendpflege, einen Honorarvertrag geschlossen. Durch den Jugendtreff Kaffeepott, der im Gebäude der Oberschule angesiedelt ist, gebe es eh eine enge Verzahnung zwischen Schule und Jugendhilfe.

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