Delmenhorster Kreisblatt 3.9.2004

Realschule Interessante Kurse für das freiwillige Nachmittagsprogramm

 

 
Die Realschule Bookholzberg hat den Ãœbergang in die Nach-Orientierungsstufen-Ära glatt geschafft. Der starke Schüler-Zuwachs wird mit sieben zusätzlichen Lehrkräften bewältigt.
 
Bookholzberg/rh - Ohne die befürchteten einschneidenden Komplikationen hat die Bookholzberger Realschule die Umstrukturierungen zu Beginn des neuen Schuljahres nach der Auflösung der Orientierungsstufe bewältigt. Obgleich durch die Neuzugänge in den Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben mehr als 50 Prozent der nun 400 Realschüler neu in der Schule sind, zieht Rektor Dieter Beckmann eine positive Erstbilanz: ,,Ein Chaos gab es zum Schulbeginn am 19. August nicht. Es ging alles reibungsloser ab als erwartet."
 
Für dieses Ziel hatte Beckmann frühzeitig die organisatorischen Weichen gestellt. Seine fünf neuen Kollegen aus der bisherigen Orientierungsstufe sowie die beiden Vertretungslehrerinnen für Religion und Mathematik hatte er bereits Ende des vergangenen Schuljahres in das Realschul-Kollegium eingeladen: ,,Sie wussten also , was sie bei uns erwartet." Beckmanns Aufgabe wurde dadurch erleichtert, dass es sich durchweg um Kollegen handelte, deren Wunsch ein Wechsel zur Realschule war. ,,Dank dieser Freiwilligkeit sind sie nun auch stark motiviert", fasst der Schulleiter die ersten Erfahrungen zusammen.
 
Vor allem in den fünften und sechsten Jahrgängen kann er das pädagogische Geschick der Ex-Orientierungsstufen-Lehrer gut gebrauchen. ,,Pädagogisch ist es eine ganz andere Herausforderung. Viele der jungen Schüler sind noch sehr kindlich", weiß Beckmann über die Fünft- und Sechstklässler zu berichten. Durch die Integration der Orientierungsstufenlehrer in das Realschulsystem finde nun ein wechselseitiger Lernprozess statt. ,,Bei der Stundenplangestaltung gehe ich auf diese Besonderheiten ein", umschreibt Beckmann die eigene Rolle.
 
Mit der erreichten Unterrichtsversorgung ist er zufrieden. ,,Wir sollen ja keine Prozentzahlen mehr nennen. Dabei wäre es ein gutes Ergebnis", wundert er sich. Auch die durchschnittlichen Klassengrößen finden seine Zustimmung. Im Schnitt habe man in Bookholzberg 25 Schüler in jeder Klasse. Lediglich in der Jahrgangsstufe sei das Verhältnis etwas ungünstiger. ,,Aber auch dort bleiben wir noch unter 30."
 
Deutlich nach oben verschoben hat sich durch die Hinzunahme der erfahrenen Lehrer der Orientierungsstufe allerdings der Altersdurchschnitt im Kollegium. Durch die Einstellung jungen Lehrkräfte war der an der Bookholzberger Realschule in der Zeit von 1998 bis 2003 von 49,9 Jahren auf 46,3 Jahre gesunken. ,,Der ist jetzt wieder auf 48,3 Jahre hochgeschnellt", räumt Beckmann ein. Es werde einige Zeit dauern, das bereits erzielte Niveau wieder herzustellen.
 
Zufrieden ist Beckmann über das vielseitige freiwillige Nachmittagsprogramm, das er mittwochs und donnerstags seinen Realschülern anbieten kann. Neben einer kostenlosen Hausaufgabenbetreuung warten viele spannende Arbeitsgemeinschaften auf die interessierten Schüler, angefangen von eine Computerwerkstatt über Kochkurse bis hin zu Holzarbeiten und der Redaktion der Schülerzeitung ,,No Name". Ein Vater bietet zudem einen Autobastelkurs an, in dem eine alte Karosse wieder gängig gemacht werden soll. Auch ein Mittagessen in der Schule ist an diesen Tagen möglich. ,,Pro Tag geben wir etwa 30 Essen aus", so Beckmann.

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