Grußwort der Schulleitung

Liebe Besucherinnen und Besucher,

in einer Schule zu arbeiten ist eine spannende Aufgabe, die alles ist, nur nicht langweilig. Viele verschiedene Menschen treffen hier aufeinander. Natürlich sind sie nicht immer einer Meinung und haben unterschiedliche Interessen und Vorstellungen. Die große Herausforderung besteht darin, allen in angemessener Weise Gehör zu verschaffen und dann Lösungen zu finden, die die Mehrheit unterstützt. Unsere Schule besuchen zur Zeit ungefähr 360 Schülerinnen und Schüler, verteilt auf 20 Klassen. Da kann es zuweilen etwas länger dauern, bis aus der Erkenntnis "Wir müssen etwas tun." über "Das sind unser Vorschläge" ein "Hier sind unsere Ergebnisse" erwächst. Das findet sich im Kleinen wieder, wenn z.B. eine Klasse während ihrer Verfügungsstunde einen Ausflug plant. Wir erleben es aber auch im Großen, wenn innerhalb eines Jahrganges oder in der Gesamtheit der Schulgemeinschaft, über Projekte diskutiert wird. Sie erkennen an dieser Beschreibung: Schule ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch Demokratieerleben. Dazu gehört, seinen eigenen Standpunkt überzeugend zu vertreten, aber auch die Meinung der anderen zu akzeptieren und auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Wir als Oberschule sind eine sehr vielfältige Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen nach der Grundschulzeit zu uns mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Interessen. Wer kann zu diesem Zeitpunkt schon sagen, wohin die Reise nach der Oberschule gehen soll? Wir geben Ihren Kindern die nötige Zeit, sich nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln. Dazu gehört unserer Meinung nach auch, dass sie in den ersten drei Jahren bei uns gemeinsam unterrichtet werden. Erst am Ende der 7. Klasse wechseln die Schülerinnen und Schüler in die Schulzweige, um hier Schwerpunkte zu setzen. Wir sind der Überzeugung, dass das der richtige Zeitpunkt ist und viele Eltern bestätigen dieses. Das Konzept der offenen Ganztagsschule ergänzt diese "Orientierungsphase". Sie können mit Ihrem Kind enscheiden, ob es an einem, zwei oder drei Tagen oder vielleicht auch gar nicht am Nachmittagsangbot teilnimmt. Wir haben in den letzten Jahren immer sehr unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften angeboten und konnten somit den unterschiedlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf unseren fürsorglichen Förderverein aufmerksam zu machen: Er springt immer wieder dann ein, wenn Geld für größere oder kleinere Anschaffungen benötigt wird.
Ein weiterer wichtiger Baustein unserer schulischen Arbeit ist die Berufsorientierung. Im Lauf der 9. und 10. Klasse stellen sich unsere Schülerinnen und Schüler eine sehr wichtige Frage: "Will ich weiter zur Schule gehen oder beginne ich eine Ausbildung?" Diejenigen, die den Hauptschulzweig besuchen, müssen sich für eine Abteilung der Schülerfirma bewerben und hier in der 9. und 10. Klasse aktiv in einer Schülerfirma mitarbeiten. Sie erhalten dadurch einen zusätzlichen und wertvollen Einblick in betriebliche Abläufe. Die Schülerinnen und Schüler des Realschulzweiges setzen einen Schwerpunkt durch die Wahl eines der drei Profile "Gesundheit und Soziales", "Sprache" bzw. "Wirtschaft". Außerdem werden ab der 8. Klasse jährlich Praktika durchgeführt, die jeweils zwei Wochen dauern. Zusätzlich führen wir noch eine Vielzahl von weiteren Maßnahmen durch und kooperieren mit Experten aus der Berufswelt, damit die Jugendlichen die richtige Antwort auf die oben gestellte Frage finden.
Seit April 2016 leite ich die Schule an der Ellerbäke und ich bin sehr stolz, einem so engagiertem Kollegium anzugehören. Wir arbeiten untereinander fachlich und pädagogisch sehr eng zusammen. Anders kann Schule mit seinen zahlreichen Herausforderungen gar nicht funktionieren. So wie sich die Kinder und Jugendlichen mit der Zeit weiterentwickeln, so müssen wir unsere Schule auch immer weiter voranbringen:  Jeder von uns ist neugierig, Neues zu lernen, aber auch bereit, sein Expertenwissen mit den anderen zu teilen. Außerdem haben wir in den letzten Jahren viele Projekte auf den Weg gebracht: Wir sind z.B. Erasmus-Schule und Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage und haben unseren eigenen Schulhund. Unsere Schule ist in den letzten Monaten und Jahren immer mehr digitalisiert worden. In diesem Bereich haben wir sehr eng mit unserem Schulträger und den anderen Schulen der Gemeinde Ganderkesee zusammengearbeitet, die sich im Schulverbund Ganderkesee zusammengeschlossen haben. In diesem Verbund entwickeln wir mit den sechs Grundschulen der Gemeinde, dem Förderzentrum und der Oberschule Ganderkesee und unserem Schulträger gemeinsame Konzepte, um die pädagogische Arbeit vor Ort im Sinne der Schülerinnen und Schüler stetig zu verbessern. Wir stehen mit all diesen Schule in einem engen Austausch, um z.B. den Übergang zwischen der 4. und 5. Klasse für die Kinder zu erleichtern.

Ich hoffe, dass ich Sie neugierig auf unsere Schule gemacht habe und wir Sie bei Gelegenheit persönlich begrüßen dürfen.


Mit freundlichen Grüßen

Jan-Michael Braun
Schulleiter

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